Plötzliche Erkrankung - Reiseapotheke

Auch im Urlaub kann einem die Krankheit heimsuchen. Bei harmlosen Erkältungen muss gerade bei kleinen Kindern allerdings abgewägt werden, ob die Reise weitergeführt werden kann. Generell aber sollte die Reiseapotheke immer auf dem neusten Stand sein. Haltbarkeitsdaten und Vollständigkeit sollten vor jeder Reise überprüft werden. Wer mit kleinen Kindern oder Babys verreist, sollte besonders auf Wunddesinfektionsmittel Acht geben. Pflaster, Verbände und ein Desinfektionsmittel für unterwegs erfüllen gerade dann ihren Zweck, wenn das Kind bei dem Spaziergang in der Natur hingefallen ist.
Sollte ein Familienmitglied sich eine Magen-Darm-Infektion eingefangen haben, sollte auch im Urlaub das kleine Kind von dem Erkrankten weitestgehend ferngehalten werden. Für die Erstversorgung des Erkrankten helfen Durchfallmittel und Fiebertabletten, gegebenenfalls sollte die Heimreise in Betracht gezogen werden.
Vor Reiseantritt sollten Kinder geimpft sein. In den meisten europäischen Ländern genügt der normale altersgerechte Impfschutz, in einigen anderen Ländern muss ein extra Impfstoff geimpft weden. Informationen dazu können im Internet gefunden werden.
Ungeachtet ob die Reise in ein warmes oder kaltes Gebiet geht, Sonnenschutz ist Pflicht. Kinderhaut ist extrem dünn und verbrennt schon bei geringer Belastung. Der Sonnenschutz sollte mindestens dem Faktor 50 entsprechen.

Schauen wir nicht weg!

Immer häufiger lesen wir in Zeitungen, im Internet oder hören in den Radio- oder Fernsehnachrichten, dass wieder jemand auf der Straße gefallen und gestorben ist. Es ist in der Stadtmitte passiert, wo es Unmengen von Menschen gibt – sie gingen alle ihres eigenen Weges und reagierten nicht. Nur manche schauten dabei kurz zu, aber ohne etwas zu unternehmen.

Oft, wenn jemand endlich reagiert, ist es für den Kranken zu spät. Man sieht auch eine Tendenz, dass jene, die in solchen Situationen reagieren, und lediglich versuchen zu helfen, zu Helden ernannt werden, obwohl jeder so ein Held sein könnte. Und was sagt dazu der Helfende? „Das, was ich gemacht habe, ist kein Heldentum – das ist normal!“

Alle die wegschauen, versuchen sich dann vor sich selbst zu entschuldigen, indem sie denken: „Er muss betrunken sein“, „Selber schuld“, „Nicht meine Sache“, „Ich habe eigene Probleme“ oder sogar „In zwei Minuten kommt mein Bus, ich will ihn nicht verpassen“ – denken die Passanten und gehen weiter. Menschen werden immer mehr egoistisch, denken nur an die eigenen Sachen. Sie leben nach einem gewissen Plan und jede Abweichung ist für sie eine Katastrophe. Eine andere Ausrede ist „Ich kenne mich in der ersten Hilfe nicht aus“.

Kann man daran glauben? Erste Hilfe lernen wir doch schon in der Schule – dann wiederholen wir alles beim Führerschein-Kurs, den die Mehrheit von uns macht. Wenn wir wieder alles vergessen haben, denken wir vielleicht an irgendeinem Kurs, wo wir erste Hilfe lernen können. Die Theorie der ersten Hilfe kann man auch leicht im Netz finden, um sein Wissen zu ergänzen oder nachzuholen.

Außerdem: auch wenn wir keine erste-Hilfe-Experten sind, bedeutet das nicht, dass wir wegschauen sollen. Wir haben immer die Möglichkeit den Notarzt anzurufen und bei dem Kranken zu bleiben bis der Arzt kommt – das kostet nichts und kann wirklich helfen.

Wichtig im Sommer!
Es ist schon Juni, bald beginnt der Sommer, es kommen warme und manchmal heiße Tage. Seien wir auf die Senioren aufmerksam! Viele von den älteren Menschen ertragen Hitze sehr schwer und können dabei unsere Hilfe brauchen.